Arbeiter-Samariter-Bund Erzgebirge e.V.
ASB Kreisverband Erzgebirge e.V.

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Hilfsfahrt nach Ruskova Rumänien für die Ukraine 17.03.22 – 20.03.22

Vom Bürgermeister von Ruskova – Rumänien erhielten wir am 05.03.2022 eine Wunschliste für Hilfsgüter für die Ukraine.  Der Ort Ruskova liegt im Norden von Rumänien in den Karpaten ca. 40 Kilometer südöstlich vom Grenzort Sighetu Marmatei.

Der Ort ist in Aue gut bekannt, da er vor einigen Jahren ein ausrangiertes aber noch betriebsbereites Feuerwehrauto erhielt.

Auf der Liste wurden in der Hauptsache Hygieneartikel, Kinderkleidung und haltbare Lebensmittel aufgeführt.

Am 17.03.2022 um 03.00 Uhr machten wir uns mit 2 Fahrzeugen des ASB mit ca. 6 Tonnen Hilfsgüter auf die 1200 Kilometer lange Fahrt. Diese ging mit 3 Tankstops gut voran, bis in Ungarn auf der Autobahn M3 150 Kilometer hinter Budapest um ca. 15.00 Uhr an einem neuen Fahrzeug der Keilriemen riss. Unser Ziel konnten wir an diesem Tag nicht mehr erreichen, da das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt in Nyiregyhaza erst am nächsten Tag repariert werden konnte.

So setzten wir die Fahrt nach der Reparatur am 18.03.2022, um 10.30 Uhr fort. Das Ziel wurde dann um 16.00 Uhr erreicht. Empfangen wurden wir vom stellvertretenden Bürgermeister und seiner Frau. Die Fahrzeuge wurden dann von vielen Helfern um ca. 17.00 Uhr entladen.

Am Abend trafen wir in einer kleinen Pension den Bürgermeister. Er erzählte uns, dass die Hilfsgüter ausschließlich in die Ukraine gebracht werden. Dafür werden Kleinbusse aus der Ukraine oder Rumänien eingesetzt. Er zeigte uns Fotos von Ortschaften und Bewohnern in die bereits Hilfsgüter verbracht wurden.

Bereits im Vorfeld der Hilfsfahrt haben wir dem Bürgermeister von Ruscova angeboten, bis zu 16 vom Krieg vertriebene Personen mit nach Deutschland zu nehmen.

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns am 19.03. um 03.00 Uhr mit zusätzlich 15 Personen, davon eine Familie mit 6 Kindern, zwei Mütter mit jeweils 2 Kindern sowie eine ältere Dame, auf den Weg nach Deutschland. Dabei verlief die Fahrt, abgesehen von der Wartezeit von 3 Stunden an der Grenze von Rumänien nach Ungarn, ohne größere Probleme.

Um 22.00 Uhr trafen wir in Neuhausen im Erzgebirge ein. Dort erhielten die Flüchtlinge alle ein Nachtlager.

Um ca.01.30 endete unsere Hilfsfahrt in Aue in der ASB Geschäftsstelle.