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Zoom: "Strg+" / "Strg-"

1. Standort und Lage
Die Wohnanlage  soll in den Gebäuden der ehemaligen Strumpffabrik errichtet werden und  liegt in der Gemeinde Burkhardtsdorf im Erzgebirgskreis unweit vom Zentrum, am Flusslauf der Zwönitz umgeben von einem Park und anderen Wohn-und Geschäftshäusern. Burkhardtsdorf, bestehend aus seinen 4 Ortsteilen Burkhardtsdorf, Meinersdorf, Eilenberg und Kemtau, in der Nähe von Chemnitz hat seit einigen Jahren einen Beinamen: „Die Perle des Zwönitztals“ und verfügt über eine ausgeglichene Infrastruktur, die ein Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Einwohner ermögllichen kann. Die notwendige Unterstützung bzw. Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben  und der jeweiligen Gesundheitssituation des Einzelnen  angepasst, soll durch moderne Wohnformen gegeben werden.  Die  Gemeinde hat rund 6.500 Einwohner.
Auf Grund der zentrumsnahen  Lage des Grundstücks sind alle wichtigen Einrichtungen gut erreichbar. Dies sind zum einen alle Einkaufsmöglichkeiten, die man für das tägliche Leben braucht, sowie Banken, Ärzte und die öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde. Des Weiteren ist in unmittelbarer Nähe der Wohnanlage eine Bushaltestelle.

2. Raumprogramm
Die Anlage zum generationenübergreifenden Wohnen, Leben und Arbeiten beinhaltet 8 Wohnungen, 3 großen Wohngemeinschaftsprojekten und 2 Gewerbeeinheiten verteilt auf 3 Gebäude.

Erdgeschoss

Erdgeschoss

Dachgeschoss

Dachgeschoss

Die Wohnungsgrößen reichen von ca. 40 bis zu 74 m². Alle Wohnungen und Flächen sind barrierefrei ausgeführt.
In 3 Wohngemeinschaftsprojekten werden Personenkreise mit unterschiedlichem Hilfebedarf entsprechend ihren Wünschen und Lebensplänen gemeinsam leben und wohnen.

 

Die Wohngemeinschaften sind in ihrem Hilfebedarf so unterschiedlich, dass die Bedingungen für die Betreuungs- und Pflegeleistungen sehr individuell abgestimmt werden und somit den Bewohnern und ihren Angehörigen ein Maximum an Selbstbestimmung und Individualismus zulassen.

Des Weiteren sind folgende Gemeinschaftsräume im Untergeschoß für die Bewohner im Hause untergebracht:
- Wasch- und Trockenraum
- Hausnebenräume für Technik
- Gemeinschaftsraum / Werkraum / Bastelraum
- Büro Betreuungs- und Pflegepersonal
- Cafeteria
- Wirtschaftsräume für Küche und Wäscherei
Die Einheiten sind durch überdachte Laubengänge erreichbar und die Anlage wird durch eine komplexe Innenhofgestaltung für alle Bewohner nutzbar. Dabei sind die Wohnungen im Erdgeschoß über Terrassen zum Innenhof geöffnet.

 





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3. Inhalte und Ziele

Das Projekt soll den Bewohnern ob alten oder/und behinderten oder gesunden Menschen eine kontinuierliche Lebensführung in den eigenen vier Wänden ermöglichen, so dass bei zunehmender Pflegebedürftigkeit möglichst kein Umzug erforderlich sein soll.
Durch bauliche Erleichterungen bezüglich der Lage, des Zuschnitts und der Ausstattung der Wohnungen der Wohngemeinschaftsprojekte und des gleichzeitig garantierten Angebotes ambulanter und sozialer Dienstleistungen, sollen die Bewohner die Möglichkeit erhalten, ihren privaten Haushalt so lange wie möglich selbst bestimmt und eigenverantwortlich zu führen. Dabei soll auch in hohem Maße auf die nachbarschaftliche Hilfestellung der Bewohner in Netzwerkarbeit gewährleistet werden
Das Wohnprojekt bietet den Bewohnern ein hohes Maß an Sicherheit bei größtmöglicher Autonomie.
Jeder Bewohner wird als Persönlichkeit mit seinen sozialen, kulturellen und religiösen Bezügen verstanden, respektiert und akzeptiert. Auf diesem Verständnis bauen die individuellen Angebote für die Bewohner auf. Die Hilfeleistungen werden entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen der Bewohner erbracht. Ein jeder Bewohner erhält nur soviel Hilfe, die er benötigt, um so lange wie möglich eine eigenständige Haushaltsführung und ein selbständiges, unabhängiges und selbst bestimmtes Leben aufrecht zu erhalten. Sie ist eine Einrichtung mit einem spezifischen therapeutischen Millieu, die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben im Rahmen einer integrierten Komplexleistung durch multiprofesionelles Rehabilitationsteam unter ärztlicher Leitung und Verantwortung vorhalten.
Die Einrichtung erbringt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leis-
tungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für mehrfach sucht abhängige und/oder psychisch kranke und behinderte Menschen.

4. Zielgruppe
Die Wohnanlage soll von Menschen bezogen werden, die sich in ein Wohnumfeld, geprägt von gegenseitigen Mit – und Füreinander, einbringen wollen und damit alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens abdecken. Besonders aber Menschen, die auf Hilfe im Alltag angewiesen sind und sich in den verschiedenen Lebensbereichen gegenseitig unterstützen wollen.
Die Wohnungen sind auch hauptsächlich für Menschen gedacht, die aufgrund der
Einschränkung ihrer Beweglichkeit nicht in ihrer bisherigen Wohnung verbleiben können, da diese nicht barrierefrei ist und eine Nutzung dieser Wohnung zunehmend ausgeschlossen werden kann. Des Weiteren ist das Wohnprojekt für Personen gedacht, welche sich in einer sozialen Isolation in der eigenen Häuslichkeit befinden. Durch die Bildung der Wohn-bzw. Hausgemeinschaft mit allen Bewohnern ist es möglich, dass Bewohner, die bisher wenig soziale Kontakte hatten, wieder in das tägliche Leben mit eingebunden werden können. Durch diese Einbindung werden Fähig- und Fertigkeiten wieder hergestellt und führen zu einer spürbaren Verbesserung des Wohlbefindens der Bewohner.
Eine solches Wohngemeinschaftsprojekt bietet für alle Bewohner ein besonderes Maß an Sicherheit, da durch die Einbringung eines Hausnotrufgerätes auf „Knopfdruck“ ein sofortiger Kontakt zur Zentrale des ASB hergestellt werden kann. Ebenso steht zu den üblichen Zeiten eine Betreuungskraft
ausschließlich für die Belange der Bewohner zur Verfügung.  Das Wohnprojekt  ist eine Alternative zu den früheren Altenheimen, die es in dieser Form nicht mehr zeitgemäß sind.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass „stationäre Pflege“ in einem Wohngemeinschaftshaus nicht ersetzt werden kann und auch nicht ersetzt werden soll.
Die rehabilitative-Psychotherapeutische Wohngemeinschaft wird eine Einrichtung für alkohol- und/oder medikamentenabhängige und/oder polytoxe Männer und Frauen ab 18 Jahre ebenso eine Rehabilitationseinrichtung für psychisch kranke und behinderte Menschen, die Leistungen zur Teilhabe anbietet, für die die Zuständigkeit mehrerer Leistungsträger in Betracht kommen.
untergebracht werden sollen bzw. können.

5. Leistungen des Grundservices
Die ambulanten sozialen Dienstleistungen orientieren sich an den Bedürfnissen der
Bewohner. Sie beinhalten hauswirtschaftliche, pflegerische und soziale Hilfeleistungen. Diese sind in ein aufeinander abgestimmtes System von obligatorischem Grundservice und von Wahlleistungen aufgeteilt. Ziel aller Serviceleistungen ist, das Wohnen in der eigenen Wohnung oder der WG, auch im Falle der Pflegebedürftigkeit, zu ermöglichen.
Wichtige Punkte für den Aufbau und die Nachhaltigkeit in der Wohngemeinschaft sind beispielgebend folgende Aufgaben für die Träger:
 Regelmäßige Angebote informativer und kommunikativer Art, z. Beispiel
Seniorennachmittag, Diavortrag, Basteln usw.
Die Mitarbeiter werden im Rahmen der Bedürfnisse der Bewohner Veranstaltungen organisieren und vorbereiten.
 Regelmäßige Angebote von therapeutischen Maßnahmen Gymnastik, Tanz,
Ergotherapie
Bsp. Für ältere Menschen sind therapeutische Maßnahmen zur Erhaltung der Beweglichkeit oftmals notwendig. Die Mitarbeiter werden daher die o.g. Maßnahmen organisieren und vorbereiten.
Aufbau und Koordination von Selbsthilfeaktivitäten
Zu den Selbsthilfeaktivitäten gehören z.B. die Einrichtung von Lebenszeichenanlagen mittels zweifarbigen, selbst gemachten Schildern, die vor den Türen befestigt und morgens von den Bewohnern umgedreht werden, zur Sensibilisierung der Bewohner für ihre Nachbarn u.ä..
Hilfestellung bei der Entwicklung und Gestaltung der Hausgemeinschaft
Da es sich bei der Hausgemeinschaft um keine gewachsene Struktur handelt, sondern die Bewohner aus unterschiedlichen sozialen und finanziellen Verhältnissen kommen, gehört es zur Aufgabe des ASB, die Bildung einer Hausgemeinschaft zu
unterstützen. Wir sind dabei Ansprechpartner der Bewohner und deren Probleme.
lntegrative Gemeinwesenarbeit im Wohnumfeld
Das Wohngemeinschaftsprojekt ist keine autonome Wohnform und bedarf der Einbindung in das örtliche Wohnumfeld. Es soll der Kontakt zu Personen und Personengruppen sowie zu den örtlichen Vereinen im Wohnumfeld hergestellt werden, damit diese an den Veranstaltungen der Wohnanlage teilnehmen können, und die Bewohner der Wohnanlage den Kontakt nach außen nicht verlieren.
Information und Beratung pflegender Angehöriger
Die Mitarbeiter des ASB unterstützen Angehörige durch Information und Beratung bei Fragen zur Pflege, z.B. Fragen zur Behandlungspflege, Pflegeversicherung und zur Ausbildung für pflegende Angehörige.
Angebote von Freizeitaktivitäten (Sport- und Hobbygruppen)
Je nach Bedarf und Interesse der Bewohner werden die Mitarbeiter die Freizeitaktivitäten organisieren und vorbereiten.
Information und Angebote von kulturellen Veranstaltungen außerhalb
des Hauses
Die Mitarbeiter werden die Bewohner in geeigneter Weise, z.B. lnformationstafel, über die kulturellen Veranstaltungen in und außerhalb der Gemeinde (Theater, Kino, Oper, Musicals, Museen, Ausstellungen) informieren und gegebenenfalls die Teilnahme der Bewohner organisieren.
Hausnotruf
Der Hausnotruf des ASB beinhaltet die Bereitstellung und Überwachung sowie die
Instandhaltung eines Hausnotrufgerätes. Der ASB sichert des Weiteren eine
durchgehende Besetzung der Hausnotrufzentrale für den Not- und Krankheitsfall zu.
Bei Auslösung des Notrufs wird direkt die ASB-Hausnotrufzentrale kontaktiert, die nach Erfassung der Situation den entsprechenden Hilfebedarf (Betreuungskraft,
Sozialstation, Angehörige, Notarzt etc.) einleitet.


6. Organisation und Verwaltung
Der Betreuungsträger ist der Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Erzgebirge e.V.

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